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Renovierung der Kirche in Slawsk/Heinrichswalde

Wir gratulieren unserem Kirchspielvertreter von Rauterskirch Peter Westphal zum 80. Geburtstag! 

 

 

 

 

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Alik Mikschta      Evangelische Kirche in Heinrichswalde/Slawsk einger├╝stet zur Renovierung mit eiem Kostenaufwand von 138 Mio. Rubel  08/2019

Kaum zu glauben: Kirchspielvertreter Peter WestphalUnser Kirchspielvertreter Peter Westphal wird 80!

Bei dieser Energie, mit diesen enorm vielen Reisen, mit seinem Elan wirkt er ansteckend, sozusagen als positiver Virus
Seit 1994 reist(e) Peter Westphal in die Elchniederung, in seine und zwischenzeitlich auch seiner Gattin Irina’s Heimat. Es sind mehr als 70 (siebzig!) Reisen durch Ostpreu├čen geworden, auf denen er im Kern seine und Irinas Heimat, Rautersdorf/Rauterskirch/Bolschije Bereschkij, niemals vergisst.
Peter Westphal wurde am 11. August 1940 in Rautersdorf (heute Malenkije Bereschkij, also ├╝bersetzt ÔÇ×Kleine Flu├čuferchen“), nur 100m von der Schiffsanlegestelle an der Gilge in Richtung Rautenburg geboren, bekannt durch das unter Philipp de la Chi├Ęze erbaute Herrenhaus und Schloss (heute verschwunden). Peter war noch zu jung, um das dort vermutlich entstandene Jugendbild des sp├Ąteren Philosophen Immanuel Kant, gesehen zu haben, das keine geringere als Charlotte Caroline Amilie Gr├Ąfin von Keyserlingk, die Enkeltochter der mit dem Oktogon in Rauterskirch so eng verbundenen Luise Katharina von Rautter malte (siehe u.a. die von der Autorin Ute Brand-Berg ausdr├╝cklich erw├Ąhnte Unterst├╝tzung Peter Westphal’s f├╝r ihren Roman ÔÇ×… du sollst ein Segen sein“.
Kaum vier Jahre alt, mussten er und seine Schwester Roswietha mit der Gro├čmutter Minna Westphal, geb. von Engel, aus Akmenischken stammend (ab 1938 D├╝nen), zusammen mit Mutter Dorothea, geb. Westphal (geb. 1918) die Heimat verlassen.
Zun├Ąchst gelang die Evakuierung mit einem Boydak (Lastkahn f├╝r den Holztransport, oft mit Segel, aber ohne eigenen Motorantrieb) ├╝ber Tawellenbruch (bis 1938 Tawellningken) an der Kurischen Nehrung nach Jerusalem (im Landkreis K├Ânigsberg bei Metgethen), vermutlich ├╝ber die Deime bis Tapiau, dann den Pregel entlang nach K├Ânigsberg.
Mit der Bahn konnte die n├Ąchste Evakuierungsstation Braunsberg (Ermland)/(heute ID1588-Boydak_auf_GilgeBraniewo in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren) nahe des Frischen Haff, von da weiter nach Klein-Silber (im Landkreis Arnswalde/Provinz Pommern seit 1939 bis 1945) mit K├Ąlte und Hunger erreicht werden. In Klein-Silber ├Âffnete sich kurzzeitig der sowjetische Einschlie├čungsring, um den 10. Februar 1945 durch eine kurze milit├Ąrische Aktionen seitens der Wehrmacht, so dass die weitere Flucht nach Dieckhof (Kreis G├╝strow/ Mecklenburg-Vorpommern) nahe der Bahnstrecke Neustrelitz–Warnem├╝ndein der sp├Ąteren Sowjetischen Besatzungszone gelang, wo eine vorl├Ąufige Bleibe der Familie Westphal (Gro├čmutter Minna, Mutter Dorothea und Schwester Roswitha) gefunden und die Einschulung und ein Teil der Berufsausbildung (als B├Ącker mit entsprechend harten Tageszeiten) des Jugendlichen Peter stattfinden konnte.

Die ungewollte Fluchterfahrung aus der Heimat, der Fernblick auf weiteres heraufziehendes Ungemach veranlasste die Familie gerade einmal 12 Jahre nach ihrer Evakuierung aus der Elchniederung zu erneuter Flucht nach Goslar im Harz - f├╝nf Jahre vor dem innerdeutschen Mauerbau. Die Unterbringung in einem 30 qm - Zimmer f├╝r 4 Personen spricht f├╝r sich, bis Peter endlich seine Berufsausbildung abschlie├čen konnte und 1959 in die Bundeswehr eingezogen wurde, der er sich bis 1992 – jetzt schon Berufssoldat - verbunden sah.
Eine Vielzahl von Verwendungen in unterschiedlichen Standorten, aber vor allem Flexibilit├Ąt und Dienstbereitschaft, verbunden mit Vaterlandsliebe, gleichwohl auch Respekt vor anderen Nationen, insbesondere zum ehemaligen Kriegsgegner kennzeichneten nun sein Leben. Nicht zuletzt daraus resultiert sein in vielz├Ąhligen Reisen ohne Aufdringlichkeit bekennendes Leben zu seiner Heimat in der Elchniederung, gleichwohl auch zu den dortigen Einwohnern, die nunmehr in der dritten Generation der urspr├╝nglich aus aller Herren Regionen der Sowjetunion ins n├Ârdliche Ostpreu├čen teils mit Versprechungen, teils per Zwang, in jedem Falle arm umsiedelten. Daraus leiten sich Missionen seiner Reiset├Ątigkeit seit nunmehr fast drei├čig Jahren ab:

 - Eine vorsichtige Sondierung der M├Âglichkeiten, das n├Ârdliche Ostpreu├čen mit einem Reiseunternehmer zu besuchen und sich als ÔÇ×Ureinwohner“ erkennen zu geben. Wie werden die Bev├Âlkerung
   und die Administration reagieren?
 - Die Willkommenskultur war da schon ausgepr├Ągt, da gab es das Wort noch gar nicht:
    Die Sanit├Ątsstation des Dorfes Rauterskirch/Bolschije Bereschkij schenkt(e) sowohl allen G├Ąsten ihre Gastfreundschaft und gerne auch vice versa.
 - Stationen von Flucht und Vertreibung – Erinnerungs- und Vers├Âhnungsreisen nach Ostpreu├čen incl. Memelland, Samland und Westpreu├čen.
 -  Landschafts- und Naturexkursion nach Ostpreu├čen seit 2018, gemeinsam mit Hubert Geiger, St├Ądtische Forstverwaltung Tuttlingen.

Immer und ├╝berall in Ostpreu├čen stand Peter Westphal das Unternehmen Partner-Reisen mit Thomas H├╝bner und die Direktorin von Swena Tours (Kaliningrad) Tatjana Udovenko treu zur Seite. Immer und ├╝berall waren und sind materielle wie finanzielle Hilfen f├╝r die jetzigen Einwohner in der Heimat eine Selbstverst├Ąndlichkeit.

Heute d├╝rfen wir feststellen, dass Peter Westphal ein unerm├╝dlicher Pionier der Vers├Âhnungsarbeit zwischen Russen im n├Ârdlichen Ostpreu├čen und ehemaligen deutschen Einwohnern und deren Nachkommen und Freunden der Elchniederung ist. Wir danken ihm sehr und von Herzen. Gleichwohl schenken wir auch seiner Gattin Irina unsere Hochachtung, denn ohne sie w├Ąre der Weg nach Ostpreu├čen viel weiter.
Ich bin mir sicher, dass das sch├Ânste Geburtstagsgeschenk f├╝r Peter eine ansehnliche Geldspende f├╝r den Erhalt der Rauterskirche in Bolschije Bereschkij w├Ąre.

 Mit landsmannschaftlichem Gru├č

Prof. G├╝nter H. Hertel, Kirchspielvertreter Kuckerneese/Jasnoje im Namen der Kreisgemeinschaft Elchniederung e.V.

 Quelle zur W├╝rdigung: Pers├Ânliche Kenntnis des Jubilars; Ute Brand-Berg ÔÇ×… du sollst ein Segen sein. Leben und Werk der Katharina von Rauter“, edition fischer 2014. ISBN 978-3-86455-898-6); Interview mit ihm am 09. August 2020 und Berichte zur Person.

 

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Die Kirche im Kreisort Heinrichswalde